Wasser und seine Bedeutung

Wasser besteht aus zwei der am häufigsten verbreiteten Elemente: Wasserstoff und Sauerstoff. Die Verbindung dieser beiden Elemente ergibt die Flüssigkeit Wasser, die sich auf der Erde völlig natürlich bildet.
- Wasser fliesst und hat dennoch eine Haut. Sie ist zu sehen, wenn Wasser langsam aus dem Zapfhahn tropft und der anschwellende Tropfen wie eine schimmernde Glasmurmel am Rand haftet.
- Wasser ist ein verblüffendes Kunststück der Natur. Wasser kann sich durch winzige Öffnungen zwängen, selbst gegen die Schwerkraft:
Wasser kann emporsteigen, aus dem Erdreich zu den Wurzeln der Pflanzen und weiter durch Stamm oder Stengel in das Laub hinauf. - Wasser vermag, wie kaum eine andere Flüssigkeit, Stoffe zu lösen, z.B. Salz und Zucker. Aber auch harte Stoffe wie Eisen, Kalzium oder Magnesium werden auf die Dauer vom Wasser gelöst.
- Wasser kann selbst Granit schleifen und formen. Lebende Zellen konnten sich nur wegen dieses Lösungsvermögens des Wassers bilden. Dabei lassen sich für die Entstehung des Lebens kaum ungünstigere Bedingungen denken, als sie einst auf dem verbrannten, dann glühenden und verkrusteten Erdball geherrscht haben. So stieg zum Beispiel aus Vulkanen Wasserdampf auf, Wolken bildeten sich, Regen fiel nieder und durchtränkte das Gestein.
Viele Elemente, die wir heute in lebenden Zellen finden, wurden vom Wasser aus dem Gestein gelöst und in das Meer gespült. Das ist noch heute so. Eine weitere Eigenschaft des Wassers ist die für alle Lebewesen so wichtige Fähigkeit Wärme zu speichern. So wurden die Urmeere zu grossen Behältnissen der von ihnen aufgenommenen Sonnenenergie, zu Bereichen, in denen sich die lebenden Zellen entwickeIn konnten. Als später manche Tiere und Pflanzen auf das feste Land wanderten, mussten sie sich völlig neuen Bedingungen anpassen. Damit jede ihrer Zellen ihre gewohnte Wasserumgebung behielt, entwickelten die Pflanzen ein Saftgefässsystem, die Tiere ein Blutgefässsystem.
Quelle:
BGW in Zusammenarbeit mit der VDG
Trinkwasser - Unser kostbares Lebensmittel
Ausgabe 1991 2. Auflage
