Was ist Wasserhärte
Wasser ist von Natur aus ein sehr gutes Lösungsmittel. Beim Durchfliessen der verschiedenen Bodenschichten nimmt es viele natürliche Stoffe und Mineralien auf, auch Calzium und Magnesium, die die Härte des Wassers bestimmen. Die Römer bauten eine mehr als 100 Kilometer lange Wasserleitung aus der kalkreichen Eifel nach Köln, weil sie den Geschmack des kalkhaltigen Wassers besonders schätzten. In der Bundesrepublik Deutschland hat das Trinkwasser von Natur aus überwiegend eine mittlere Härte.
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Die Kenntnis der Trinkwasserhärte ist wichtig für die richtige Dosierung von Wasch- und Reinigungsmittel. Das dient dem Gewässerschutz. Viele Waschmittel enthalten u.a. noch Phosphate, die Flüsse und Seen mit Nährstoffen so überdüngen können, dass Algen und Plankton übermässig wachsen. Sterben sie ab, wird dem Wasser Sauerstoff entzogen, und es bilden sich schädliche Zersetzungsprodukte. Untersuchungen der Langzeitwirkung der heute in Waschmitteln enthaltenen Phosphatersatzstoffe sind noch nicht abgeschlossen. Vermutungen über bedenkliche Nebenwirkungen liegen vor. In jedem Fall gilt es, Waschmittel sparsam zu dosieren - entsprechend der Anleitung auf der Waschmittelpackung. Bei wenig verschmutzter Wäsche können die Dosierungsempfehlungen unterschritten werden.
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Über die Wasserhärte informiert Sie Ihr Wasserversorgungsunternehmen: mindestens einmal jährlich veröffentlicht es den Härtebereich des gelieferten Wassers. Eine eigene Untersuchung des Wassers mit Teststäbchen bringt wegen Messungenauigkeiten und Nebeneinflüssen leicht ein falsches Ergebnis. |
Für Essen und Trinken verwendetes Trinkwasser aus dem Hahn bedarf keinerlei Enthärtung oder einer anderen Behandlung. Wasserenthärtung im Haushalt - etwa für exotische Zierfische - darf in keinem Fall zu hygienischen Nachteilen (z.B. Verkeimung der Anlage mit nachfolgender bakterieller Verunreinigung des Wassers führen.
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Quelle:
BGW in Zusammenarbeit mit der VDG
Trinkwasser - Unser kostbares Lebensmittel
Ausgabe 1991 2. Auflage
